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Halbzeitbilanz: DEU-RUS Themenjahr „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung 2020-2022”

Das Deutsch-Russische Themenjahr „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung 2020-2022” geht nach rund 100 erfolgreich durchgeführten bilateralen Projekten in die zweite Halbzeit

Das Deutsch-Russische Themenjahr „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“ startet in seine zweite Runde: Auf einer hybriden Konferenz in Moskau wurde heute eine Halbzeitbilanz gezogen. Am 11. Dezember 2020 hatten die Außenminister Deutschlands und Russlands Heiko Maas und Sergej Lawrow als Schirmherren den Start des Themenjahrs verkündet. Seitdem wurden rund 100 bilaterale Projekte erfolgreich durchgeführt.

„Mit den bisher rund 100 Veranstaltungen und Initiativen zeigt das Themenjahr nachdrücklich, was deutsch-russische Wirtschaftszusammenarbeit leisten kann und welche Chancen zur gemeinsamen Bewältigung von Zukunftsfragen darin liegen. An dieses positive Fazit zur ersten Hälfte des Themenjahres sollte auch im nun kommenden zweiten Teil angeknüpft werden,“ betonte der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Miguel Berger in seiner Eröffnungsrede auf dem heutigen Forum.

„Jenseits aller tagespolitischen Konflikte öffnen wir mit dem Themenjahr den Blick auf gemeinsame Ziele und eine positive Zukunftsvision für die deutsch-russischen Beziehungen,“ so Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Der Ost-Ausschuss ist auf deutscher Seite Durchführungsorganisation des Themenjahres, die russische Seite wird durch den Russischen Industrie- und Unternehmerverband (RSPP) vertreten.

Durch verschiedene on- und offline Formate - Runde Tische, Sitzungen, Diskussionsrunden, Workshops, Fallstudien und Konferenzen aber auch virtuelle Delegationsreisen und Wander-Ausstellungen - wurde auch unter Pandemiebedingungen ein kontinuierlicher Austausch sichergestellt. Im Rahmen des Themenjahrs laufen außerdem einige langfristige erfolgreiche bilaterale Initiativen, wie z.B. Germantech – Umwelttechnologien Made in Germany, SCIARA Simulationsspiel, Deutsch-Russische Digitalisierungsinitiative GRID, Hochgeschwindigkeitsinitiative, Deutsch – Russische Initiative zur Harmonisierung der Technischen Reglements, BRIDGE (Gemeinsam für ein besseres Klima - Aktive Wissenschaftsdiplomatie mit Russland), Programm der dualen Ausbildung der Hypermarktkette Globus und das Projekt „1000 Praktika in Russland“.

Moderne, innovative Unternehmen sowie zahlreiche Organisationen aus Deutschland und Russland arbeiten im Rahmen des Themenjahres gemeinsam an Lösungen für Herausforderungen, mit denen beide Seiten gleichermaßen konfrontiert sind - angefangen von der Umsetzung der Weltklimaziele, über die Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung bis zur Entwicklung der Mobilität der Zukunft und die digitale Transformation.

Beim heutigen Forum standen folgende Themen im Fokus: „Energie und Klima: bilaterale Zusammenarbeit bei neuen Technologien°, „Bildung und Wissenschaft“, „Best Practices der deutsch-russischen Initiative zur Digitalisierung (GRID)“, „Mobilität der Zukunft. Die Mobilität von internationalen Handelsdienstleistungen und Versorgungsnetzen.“ Es wurde über die bereits erzielten Ergebnisse eine Bilanz gezogen, hochkarätige Experten aus Deutschland und Russland teilten ihre Expertise und diskutierten über die Kooperationsmöglichkeiten in diesen zukunftsrelevanten Bereichen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft.

Zukünftig sollte das Themenjahr, laut Miguel Berger, neue Wege suchen, um Austausch und Dialog zu fördern. „Der gesellschaftliche Austausch mit Russland steht heute – leider nicht nur pandemiebedingt - vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtiger denn je, neue Brücken zu bauen und bewährte zu stärken. Dass die Wirtschaft eine solche Brücke ist, steht außer Frage. Unsere Wirtschaftsbeziehungen sind traditionell eng.“ Gleichzeitig solle das Themenjahr dabei unterstützen, die Wirtschaft beider Länder zukunftsfest zu machen. Klima-, Energie- und Digitalisierungsfragen sind gleichermaßen entscheidend sowohl für die Zukunft der deutschen als auch der russischen Wirtschaft.

Alle interessierten Unternehmen, Hochschulen und Wirtschaftsakteure sind eingeladen, sich weiterhin aktiv beim Themenjahr einzubringen, ihre bilateralen Projekte auf der Webseite vorzustellen und Veranstaltungen anzukündigen.

Bis Sommer 2022 findet im Rahmen des Themenjahrs gleichzeitig auch ein Wettbewerb statt, bei dem die besten, erfolgreichsten und interessantesten Projekte aus verschiedenen Branchen identifiziert und im Rahmen der im Herbst 2022 geplanten Abschlussveranstaltung des Deutsch-Russischen Jahres ausgezeichnet werden.

 

Kontakt

Alena Akulich 
Projektmanagerin        
T. +49 30 206167-129       
M. A.Akulich@oa-ev.de        

Tatiana Pushina
Projektassistentin
T. +49 30 206167-128
M. t.pushina@oa-ev.de

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