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SCIARA Simulationsspiel: Das Entscheidungsdilemma, Soziale Dynamik verstehen – wirksam handeln gegen den Klimawandel!

Die Zeit drängt. Der Klimawandel stellt uns vor große Herausforderungen. Doch welche Maßnahmen sind wirksam und gesellschaftlich akzeptabel? Veränderungen sind nur gemeinsam mit den Bürgern*Innen möglich.

Wie können Entscheider*Innen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft effektiv handeln, ohne ihre Wähler, Kunden, Mitarbeiter oder Anhänger zu verlieren?

Das SCIARA-System simuliert Wechselwirkungen zwischen Klimaveränderungen, Klimaschutzmaßnahmen und echtem menschlichen Verhalten. So können gesellschaftlich tragfähige Regelungen spielerisch identifiziert und nachdrücklich umgesetzt werden.

Hypothese: Jede vorgeschlagene Lösung für ein Klima- oder Umweltproblem muss mindestens zehn Bedingungen erfüllen. Sobald nur eine Bedingung nicht erfüllt wird, ist der Vorschlag bestenfalls eine Ablenkung und schlimmstenfalls kontraproduktiv.

Die Bedingungen sind:

  1. Das eigentliche Problem erkennen 
    Der Klimawandel ist ein komplexes Problem und lässt sich nicht mit einer einzigen Lösungsidee begegnen. Verschiedene Lösungsansätze müssen zusammenwirken. 
     
  2. Naturgesetze akzeptieren
    Naturgesetze bilden absolute Grenzen, die jeder Lösungsansatz berücksichtigen muss.
     
  3. Technische Umsetzung realistisch einschätzen
    Ingenieursmäßige, technische Lösungen erreichen in der Wirklichkeit oft nur 50-60% ihres theoretischen Maximums. In der Nähe dieses Wertes gibt es zudem den Effekt des abnehmenden Grenznutzens: Für die jeweils nächste 1%-Verbesserung muss grundsätzlich mehr Aufwand betrieben werden als für die vorherige 1%-Verbesserung.
     
  4. Innerhalb natürlicher Ressourcen bleiben
    Ein Lösungsvorschlag, der mehr Ressourcen braucht als es gibt, oder sie schneller braucht, als sie bereitgestellt werden können, oder dessen Abfallstoffe die Aufnahmefähigkeit der Atmosphäre, der Gewässer oder des Bodens überfordern, ist zum Scheitern verurteilt.
     
  5. Systemgrenzen ausreichend weit betrachten
    Ein technologischer Lösungsvorschlag, der Infrastrukturen voraussetzt, die es nicht gibt, muss scheitern oder wird zumindest verlangsamt, bis die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen sind.
     
  6. Rechtzeitig umsetzbar
    Ist ein Lösungsvorschlag nicht umsetzbar, bevor die katastrophalen Folgen eines Problems eintreten, ist er nicht viel wert.
     
  7. Finanzierbar
    Wirtschaftlich ist es natürlich sinnvoll, diejenigen Lösungen zuerst anzugehen, die am meisten Wirkung für das eingesetzte Geld erzielen.
     
  8. Rebound-Effekte vermeiden
    Viele vermeintlich offensichtliche Klimaschutzmaßnahmen zeigen unerwartete Effekte. Diese reichen von einer geringeren Wirkung als erwartet bis hin zum genauen Gegenteil der beabsichtigten Wirkung.
     
  9. Gesellschaftliche Akzeptanz sicherstellen
    Die genialste Idee taugt nichts, wenn sie zwar die Bedingungen 1 bis 8 erfüllt, aber gesellschaftlich nicht durchsetzbar ist. Führt eine Regierung Gesetze und Regulierungen ein, die von der Bevölkerung (oder einem größeren Teil) nicht akzeptiert werden, muss sie befürchten, Widerstand hervorzurufen.
     
  10. Als Entscheider den Grad der Akzeptanz kennen
    Wenn die Klimaentscheider nicht wissen, welche Maßnahmen unter welchen Einführungsstrategien ausreichende Akzeptanz haben, werden sie entweder aus Vorsicht zu kurz springen oder unwissend die Bevölkerung überfordern

Verhaltens-Modellierung, bisherige Entscheidungsstrategien sind unzureichend

Aktuell versuchen verschiedene Forschungsansätze, menschliches Verhalten über statistische Variablen, Gleichungssysteme oder Software-Agenten nachzubilden. Diese Methoden sind jedoch nur bedingt in der Lage, die Komplexität menschlichen Verhaltens hinreichend gut abzubilden.

Ein neuer Ansatz für sozial-ökologische Modellierung

Wir simulieren Menschen nicht. Wir arbeiten mit ihnen.

Anders als andere wissenschaftliche Modelle arbeitet SCIARA mit echten Handlungsentscheidungen von Menschen, die auf konkreten Lebensrealitäten beruhen.  Wir lassen viele echte Menschen in verschiedenen Rollen gleichzeitig mit dem Modell interagieren, wie in einem Multiplayer-Online-Spiel.

Die Teilnehmer treffen dort immer wieder Entscheidungen über ihren Lebensstil – in der Rolle „Bürger“ zum Beispiel zu Konsum, Ernährung, Investitionen, Reisen, Wohnen, Mobilität und politischen Präferenzen.

Alle Teilnehmer können über ihre Spielentscheidungen miteinander kommunizieren.

Die Entscheidungen der Teilnehmer fließen direkt in Modelle ein, die der Simulation zugrunde liegen. Die Auswirkungen werden den Teilnehmer jederzeit anschaulich visualisiert.

So entstehen Reisen durch die Zeit mit realistischer sozialer Dynamik.

Verschiedene Szenarien über eine längere Simulationszeit können in kurzer Realzeit durchgespielt werden. 

Werde auch du Teil der SCIARA-Community und gestalte eine klimafreundliche Zukunft!

Du möchtest mehr über SCIARA erfahren und das Simulationsspiel testen? Dann schreib eine Nachricht auf sajgaschew@deinternational.ru und registriere dich für eine Teilnahme an einer der Simulations-Veranstaltungen. Es werden auch gerne Veranstaltungen für interessierte Gruppen angeboten!
 

Kontakt

Andreas Sajgaschew 
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
Projektleiter
Tel.: +7 (495) 234 49 50 – 2384
sajgaschew@deinternational.ru
www.russland.ahk.de 

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